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... das vielfach gebrauchte neudeutsche Wort, wenn es um ausgeklügelte Technik geht, die versucht, das Wohnzimmer in einen Kinosaal zu verwandeln, zumindest von der Akustik her. Vielfach wird es auch als Home Entertainment, Home Theater oder einfach auch als Heimkino bezeichnet. Wie dem auch sei, der Faible für diese Technik ist ein weiteres Hobby von mir

Angefangen hat es damit, dass ich mein erstes kleines mit einem Dolby Surround-Klangprozessor ausgestattetes Minisystem an meinen neu erworbenen VHS-Viderecorder anschloss und es mit einem weiteren Lautsprecherpaar für die Effektkanäle ausstattete.
Das war seinerzeit ein Quantensprung bei der Wiedergabe von konventioneller VHS-Technik. Man hatte wirklich schon ein Gefühl von Kino und "erlebte" nun Kinofilme.
Allerdings ging die Entwicklung von Home-Cinema-Systemen weiter und auf der Internationalen Funkausstellung Berlin konnte man bereits 1997 erste DVD-Player bewundern.
Mit dieser Digitalen Technik und dem nun möglichen riesigen Speichervolumen auf so einer kleinen Disc wurde zudem ein neuer digitaler Surroundklang möglich. Dolby Digital und DTS waren hier Vorreiter. Der Clou bei beiden Systemen lag darin, dass die Daten nicht nur quasi verlustfrei und digita vorlagen, sondern dass eine Trennung der hinteren Effektkanäle möglich wurde. Die hinteren Lautsprecher konnten also getrennt mit Audiosignalen versorgt werden, was bei konventionellem DolbySurround Prologic nicht machbar war.
Des Weiteren waren die hinteren Känäle jetzt auch nicht mehr in der Frequenz auf den mittleren diffusen Bereich beschränkt. Es konnten also von den hinteren Lautsprechern auch sehr hohe und sehr tiefe Töne reproduziert werden.  
Diese Technik war so faszinierend und in ihrer Wirkung so viel überzeugender, dass ich mir 1998 als wohl einer der ersten einen DVD-Spieler zulegte.
Außerdem schaffte ich mir einen kraftvollen Surround-Receiver an.

Beide Geräte sind von Yamaha, einem führenden Hersteller von Hifi- und Surround-Innovationen.

Nun ja, neue Lautsprecher mussten auch her und nach einer Hörprobe beim Händler fiel die Wahl auf die Standboxen CDM 7 SE von B&W.

Diese exclusiven und qualitativ hochwertigen Lautsprechersäulen vermochten nicht nur durch ihren transparentenund ausgewogenen Klang zu überzeugen, sie spielten sich auch in mein Herz durch ihre außergewöhnliche Optik mit High End Anspruch.

Ja, auch die Fachpresse war begeistert. In der Zeitschrift Audio, einem renommierten audiophilen Fachmagazin, benotete die Jury diesen Lautsprecher mit sagenhaften 77 Klangpunkten, mit denen die Box im Vergleich zu ihren preislich ebenbürtigen Mitbewerbern in die nächst höhere Kategorie "Spitzenklasse" aufstieg.
Als Centerspeaker wählte ich den CC6 ebenfalls aus dem Produktprogramm von B&W mit ähnlichen Features, damit dieser den Standsäulen möglichst nahe kommt.

Zu guter letzt waren noch Lautsprecher für die hinteren Känäle von Nöten Regale wollte ich nicht anbauen und Standfüße für Regallautsprecher waren mir zu teuer. Daher entschied ich mich ebenfalls für Lautsprechersäulen, allerdings etwas kleinere. Die Preferenz 4 von B&W, auch mit gelber Kevlarmembran und ähnlicher Klangabstimmung, tut seitdem brav hinter meinem Sofa ihren Dienst und ziert die Ecken des Wohnzimmers. Sie macht nämlich ebenfalls eine recht gute optische Figur.

Doch was war das? Der große und von der Fachpresse ebenfalls sehr gelobte Subwoofer von Yamaha mit einem 30cm Tiefton-Konus klang zwar grandios und furios, aber wenn ich auf meinem Sofa saß, ziemlich zurückhaltend.

Ich belas mich und konnte mir dieses Phänomen nur mit Resonanzen und Auslöschung der sich wellenartig ausbreitenden tiefen Töne erklären. Was half, wäre, den Sub anders als in einer Ecke des Raumes zu positionieren oder einen zweiten für die andere Ecke dazu zu kaufen.
Woanders als in den Ecken neben den Hauptlautsprechern hatte ich keinen Platz, also musste ein zweiter Sub her. Gesagt, getan. Seitdem bin ich auch mit dem Bass überaus zufrieden. Ein Glück, dass niemand unter mir wohnt. Ob es nun die gewaltigen Explosionen in einem James-Bond-Film sind oder das beängstigende Knarren des riesigen Titanic-Rumpfes kurz vor dem Auseinanderbersten oder die feinen Stimmen des Chores und die voluminösen Paukenschläge der "Overtüre 1812" von Tschaikowsky: Es ist alles ein Erlebnis mit fast realistisch anmutender Illusion allein durch den Klang.  
Tja, soviel zu den audiophilen Elementen meines Heimkinos. Visuell gab es mittlerweile ja auch Alternativen: Leinwand, TV-Rückpro, Plasma-TV oder konventionelle Bildröhre mit neuester Technik und 16:9-Format.

Ich entschied mich für letzteres aus schlicht und ergreifend finanziellen und raumgestalterischen Gründen.
Eine normale Bildröhre ist tageslichtauglich, verbraucht nicht soviel Energie, ist relativ platzsparend, erzeugt aber auch beeindruckend scharfe und natürliche Bilder und ist auch nicht mehr gekrümmt, sondern richtig planar. Digitale Technik von Philips mit Natural Motion für natürlich sauber bewegte Bilder ohne digitales "Stottern" machts möglich.  82cm Bilddiagonale sind zwar völlig ausreichend und angenehm zu schauen, aber wer hätte nicht gern ein bisschen mehr?
Et voilà:

 

 

 

 

 

 

 

UPDATE 25.07.2003:

Bislang war ich immer davon ausgegangen, dass es keinen großen Unterschied zwischen den 5.1 Digital-Surround-Dekodier-Verfahren gibt. Ich wusste zwar, dass Dolby Digital mit einer höheren Datenreduktion arbeitet als DTS, aber im Grunde ja nur in den nicht hörbaren Frequenzbereichen. DTS-Anhänger jedoch meinten genau diesen Unterschied zu hören.
Wie dem auch sei, DTS war mit der Zeit auf immer mehr DVDs verfügbar und ich hatte keinen Dekoder dafür. Mein DVD-Player YAMAHA DVD-S 700 konnte nur was mit Dolby Digital oder MPEG anfangen. Er war einer der ersten DVD-Player überhaupt und seinerzeit (1998) glaubte man noch, MPEG Multichannel würde irgendwann ernsthafte Konkurrenz zu Dolby Digital werden.
Desweiteren war mein DVD-Player auch nicht in der Lage, solche Formate wie MP3, DVD Audio (mit doppelt so hoher Abtastrate) oder auch CD-R und CD-RW zu lesen.

Es war wohl Zeit "aufzurüsten" Ein neuer Player musste her. Wieder von YAMAHA, klar, aber diesmal wollte ich einen in Titan. Dieses Finish hat mich schon immer begeistert und mittlerweile passt es auch wunderbar zu meiner Einrichtung.
Aber ein titanfarbenden DVD-Spieler und ein schwarzer AV-Receiver?

Nein. Wenn, dann muss es schon alles passen. Also würde ich auch einen neuen Receiver brauchen. Bisher erhielt ich den Mehrkanalton ja über den 6-Kanal-Eingang, weil mein bisheriger Verstärker nur über diese Möglichkeit verfügte. Einen integrierten Dekoder hatte er nicht.
Die neuen Geräte von YAMAHA sind diesbezüglich aber bestens gerüstet und setzen noch eins drauf. Sie können nicht nur alle Tonformate entschlüsseln und wiedergeben, sie können diese jeweils immer auch mit einem Soundfeld aus dem reichhaltigen DSP Repertoire verbinden. So ist es möglich, eine Musikaufnahme in Dolby Digital mit der Akustik des berühmten New Yorker Bottom Line Jazzclub zu kombinieren. Ein beeindruckend realistisches Sounderlebnis.
Oder der DSP "verbessert" das anliegende DTS Signal der "Mumie2" von der Akkustik so, als ob der Sound in einem großen Kinosaal reproduziert wird.
Soagr für alte Filme auf DVD in Dolby Digital 1.0 gibt es ein entsprechendes DSP-Programm, dass dem Mono-Ton ebenfalls die beeindruckende Akkustik eines Kinosaals verleiht.

So bin ich seit dem 25.07.2003 stolzer Besitzer eines Titan YAMAHA Receivers RX-V 740 RDS mit 6x140 Watt sinus und Cinema DSP sowie des DVD-Players DVD-S 830, der alle DVD- und CD-Formate sowie MP3 beherrscht. Dazu sieht er in seinem Slimdesign richtig edel aus.

 

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Erläuterungen zu den Tonformaten:

 

Stereo

 

Reproduktion und Verwendung von zwei getrennten Tonkanälen (links und rechts)

 

Dolby Prologic  

 

Aus dem Stereosignal mit Hilfe eines Dekoders generierte 4 Tonkanäle (links, mitte, rechts, und ein in den Dynamikumfang begrenztes Monosignal für beide Surroundlautprecher)

 

Dolby Prologic II

 

 

weiterentwickeltes Dekodierverfahren analoger Stereoquellen in drei Front-Tonkanälen und nun ein im Dynamikumfang nicht mehr begrenztes Stereosignal für die hinteren Lautsprecher. Es gibt zwei Klang modi: Music und Movie

 

DTS Neo 6

 

ein dem Dolby Prolig II ähnliches Dekodierverfahren analoger Stereoquellen mit ebenfalls zwei Klangmodi: Music und Cinema

 

Dolby Digital (EX)

 

 

 

aus digitalem Bitstream dekodierte 6 von einandere getrennte Tonkanäle (vorn links, mitte und rechts, hinten links und rechts sowie ein Kanal nur für die Tieftonwiedergabe und separate Versorgung eines Subwoofers, bei ~EX, gibt es noch ein Signal für einen hinteren Centerlautsprecher, was das Räumlichkeitsgefühl nochmal verbessern soll. Besitzt die DVD nicht dieses Feature und "nur" 5.1 Kanäle, so kann der Dekoder ein hinteres Centersignal aus dem hinteren Stereosignal erzeugen)

 

DTS (EX Matrix oder Discrete)

 

 

ebenfalls aus digitalem Bitstream dekodierte 6 von einandere getrennte Tonkanäle (vorn links, mitte und rechts, hinten links und rechts sowie ein Kanal nur für die Tieftonwiedergabe und separate Versorgung eines Subwoofers, bei ~EX Matrix, wird aus dem hinteren Stereosignal ebenfalls noch ein Kanal für einen hinteren Centerlautsprecher generiert, bei ~EX discrete wird auch der hintere Centerkanal separat mit einem eigenen Signal versorgt, DTS arbeitet im Unterschied zu Dolby Digital weitgehend ohne Datenreduktion)